Vorlesung

Übertragung digitaler Signale

Ziele

Nach er­folg­rei­cher Ab­sol­vie­rung der Vor­le­sung haben die Stu­die­ren­den Grund­kennt­nis­se zur Über­tra­gung di­gi­ta­ler Si­gna­le er­wor­ben. Sie haben ein Grund­ver­ständ­nis von einem Über­tra­gungs­sys­tem und ken­nen ins­be­son­de­re die zu­grun­de­lie­gen­den phy­si­ka­li­schen Be­zü­ge. Sie ver­fü­gen über sys­te­ma­ti­sche Me­tho­den zur Be­schrei­bung, Ana­ly­se und Syn­the­se von Sys­te­men zur Über­tra­gung di­gi­ta­ler Si­gna­le. Fer­ner sind den Stu­die­ren­den tech­ni­sche Maß­nah­men zur en­er­gie­ef­fi­zi­en­ten Syn­chro­ni­sa­ti­on zwi­schen Sen­der und Emp­fän­ger be­kannt. Sie kön­nen mit die­sem Ver­ständ­nis mit ihren Kol­le­gen über Pro­ble­me der di­gi­ta­len Über­tra­gung dis­ku­tie­ren, kor­rekt ein­ord­nen und Lö­sungs­vor­schlä­ge er­ar­bei­ten.

Inhalt

Im Kon­text der Mo­bil­funk­stan­dards Long Term Evo­lu­ti­on (LTE) und Uni­ver­sal Mo­bi­le Tel­e­com­mu­ni­ca­ti­ons Sys­tem (UMTS) geht es um die grund­le­gen­den Me­tho­den zur Über­tra­gung di­gi­ta­ler Si­gna­le. Auf dem Kanal ste­hen die Res­sour­cen Zeit, Ort, Band­brei­te und Dy­na­mik zur Ver­fü­gung, die durch un­ter­schied­li­che Mul­ti­plex­tech­ni­ken wie Zeit-, Raum-, Fre­quenz- und Co­d­e­mul­ti­plex ein­zeln oder wie beim Fre­quenz­sprung­ver­fah­ren in Kom­bi­na­ti­on aus­ge­schöpft wer­den kön­nen. Das Kern­stück der Vor­le­sung bil­den di­gi­ta­le Mo­du­la­ti­ons­ver­fah­ren, die in li­nea­re und nicht­li­nea­re Ver­fah­ren un­ter­teilt sind. Hier­von wer­den die li­nea­ren Mo­du­la­ti­ons­ver­fah­ren, wie die Am­pli­tu­den-und die Pha­sen­um­tas­tung sowie die Qua­dra­tur­amp­li­tu­den­mo­du­la­ti­on ein­ge­hend be­han­delt. An Emp­fangs­tech­ni­ken wer­den ko­hä­ren­te und in­ko­hä­ren­te De­mo­du­la­ti­ons­ver­fah­ren un­ter­sucht, wie zum Bei­spiel der Pro­dukt-De­mo­du­la­tor, der Zwi­schen­fre­quenz-De­mo­du­la­tor und der Hüll­kur­ve­n­emp­fän­ger, wobei eben­falls auf die Trä­ger- und die Sym­bol­t­akt-Rück­ge­win­nung ein­ge­gan­gen wird. Zudem wird die Im­puls­for­mung in Bezug auf Nach­bar­sym­bol­stö­run­gen und be­nö­tig­te Band­brei­te ein­ge­hend er­ör­tert. Zur Be­hand­lung der Im­puls­for­mung ge­hört auch der durch Rau­schen auf dem Kanal ge­stör­te Emp­fang, der die si­gnal­an­ge­pass­te Fil­te­rung und den Kor­re­la­ti­ons­emp­fang um­fasst. Schließ­lich wird noch auf die Ma­xi­mum-A-Pos­te­rio­ri- und Ma­xi­mum-Li­kelihood-Ent­schei­dungs­re­geln zur Nach­rich­ten­de­tek­ti­on ein­ge­gan­gen und die re­sul­tie­ren­den Sym­bol­feh­ler- und Bit­feh­ler-Wahr­schein­lich­kei­ten wer­den an­hand des Leis­tungs-Band­brei­te-Dia­gram­mes in Hin­blick auf Ka­nal­ka­pa­zi­tät und Shan­non-Gren­ze dis­ku­tiert.

Voraussetzungen

keine

Empfohlene Vorkenntnisse

Sys­tem­theo­rie 1 und 2

Sonstiges

Diese Ver­an­stal­tung wird für Ba­che­lor­stu­die­ren­de erst­mals im Som­mer­se­mes­ter 2015 an­ge­bo­ten.

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